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Emsland-Gymnasium: Eltern und Schüler packen gemeinsam an

 

Die Helfer räumten reichlich Astwerk aus dem Schulgarten.

RHEINE. Freitags nach der Schule schnell nach Hause? Mitnichten! Am vergangenen Wochenende versammelten sich Lehrer, Eltern und Schüler, um gemeinsam den Schulgarten des Emsland-Gymnasiums auf Vordermann zu bringen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde mit Unterstützung der Technischen Betriebe am Freitagnachmittag massiv gerodet, am Samstag nutzten die Helfer die Ruhe vor dem Sturm „Sabine“ für Aufräumarbeiten. Die grandiose Verpflegung aus der schuleigenen Küche sorgte zusätzlich für beste Stimmung.

Ihren Ursprung hatte die arbeitsintensive Aktion im sogenannten „Zukunftsworkshop“ des Emsland-Gymnasiums. Hier treffen sich engagierte Lehrkräfte, Eltern und Schüler, die die Zukunft der Schule mitgestalten

möchten. Das aktuelle Projekt: der seit rund zehn Jahren brach liegende Schulgarten nördlich des Schulgebäudes. Nachdem Schüler der Oberstufe im vergangenen Spätherbst eine Kartierung des vorhandenen Baumbestands durchgeführt hatten (MV berichtete), wurden am Freitagnachmittag vor allem massive Rodungsarbeiten durchgeführt. Von einem sachkundigen Vater waren alle Bäume markiert worden, die für die künftige Nutzung des Gartens erhalten bleiben sollten. An allen anderen Stellen wurde kräftig zurückgeschnitten oder gar gefällt. Mit im Team war auch ein Helfer mit Sägeschein und voller Ausrüstung, sodass die Rodungsarbeiten zügig und geübt vorangingen.

Am Samstagmorgen fanden sich neben Eltern und Lehrern auch vier motivierte Schüler ein, die kräftig mit anpackten. Das am Vortag geschnittene Astmaterial wurde gehäckselt und aufgeräumt. Das Häckselmaterial wurde direkt im Schulgarten gesammelt und kann für die zukünftige Gestaltung genutzt werden. Was keiner bedacht hatte: So ein großer Häcksler macht ordentlich Krach. So schickte Schulleiterin Diana Schilling, die an beiden Tagen selber mit von der Partie war, zwei Oberstufenschülerinnen erst einmal zur Apotheke, um Ohrstöpsel für alle Helfer zu besorgen. Doch nicht nur Grünzeug wurde aufgeräumt: Fünftklässlerin Leni sammelte sämtlichen Müll ein, der zutage trat. Neben jeder Menge Verpackungen, Flaschen und einigem Alteisen fand sie auch einen Fahrradsattel und einen ausgedienten Fußball.

Innerhalb weniger Stunden wurde der Schulgarten so aus seinem Dornröschenschlaf geweckt: Der Teich kam wieder zum Vorschein, die mit Steinen eingefassten Wege wurden freigelegt. Man war sich einig: Wirkte der Garten anfangs wie ein riesiger Dschungel mit kleinem Tümpel, so fiel nach Abschluss der Arbeiten vor allem der große Teich in einem überschaubaren Gartengelände ins Auge.

Noch im Februar wird sich der Zukunftsworkshop wieder treffen, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. So soll Unterricht im Grünen möglich sein, Kräuter für die „KostBAR“ sollen angepflanzt werden und auch die Bienen-AG soll dort weiterhin ihr Zuhause haben. In Zukunft soll der Schulgarten nicht nur als attraktiver Lebensraum, sondern als Lernort genutzt werden. Schulleiterin Diana Schilling wird dafür Sorge tragen, dass er als solcher Eingang in die Lehrpläne findet.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 14.02.2020, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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