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Integrationsbeirat wird aufgestockt / Wahlen am 13. September

 

Integrationsbeirat und Stadt werben für die Wahlen im September. Foto: sr

-jti- RHEINE. Größer, effizienter und bekannter soll er werden – der neue Integrationsbeirat. Seit 2004 ist er bereits fester Bestandteil in Rheine und soll nun doch noch mehr Gehör in der Politik finden. Gewählt wird er am 13. September im Rahmen der Kommunalwahl. Wahlberechtigt sind in Rheine insgesamt 11300 Menschen aus 125 Nationen – und zwar solche, die nicht Deutsche nach §116 sind. Den Auftakt für die Informationskampagne startete die Stadt Rheine am Donnerstagabend im Bürgerzentrum „Mitte 51“.

Zuletzt stellte der Rat der Stadt Rheine die Weichen für eine Aufstockung des Integrationsbeirats. Fortan dürfen diesem 18 Mitglieder anstelle von 15 Mitgliedern angehören.

Zwölf davon werden direkt gewählt, sechs sind gewählte Vertreter aus dem Rat der Stadt Rheine.

Was der Integrationsbeirat eigentlich macht, beschrieb der Beigeordnete Raimund Gausmann am Donnerstag so: „Eigentlich ist der Integrationsbeirat eine Interessenvertretung, auch wenn man das so nicht sagen kann. Er dient aber als Sprachrohr für die Belange der Migranten. Wer soll uns sonst darauf hinweisen, wenn nicht Personen, die sich in diesen Lebenssituationen befinden?“ Doch der Integrationsbeirat hat nicht nur eine beratende Funktion, sondern verfügt auch über ein direktes Antragsrecht. Heißt: Sofern er ein Anliegen bei der Stadt hinterlegt, muss sich der Rat damit auseinandersetzen.

Grund für die Aufstockung ist nun auch, dass im Vergleich zur letzten Wahl 2015 fast 3000 Personen mehr wahlberechtigt sind. Wer sich zur Wahl stellt, ist dabei noch unklar – dies wird aber spätestens am 4. August feststehen, wenn der Wahlausschuss tagt. Bis zum 28. Juli um 24 Uhr können Bewerber noch kandidieren.

Damit sich die Beteiligung im Vergleich zu früheren Wahlen deutlich erhöht, hat die Stadt Rheine nun eine Informationskampagne gestartet. Dafür wurden unter anderem auch zehn Kurzportraits des Integrationsbeirats in verschiedenen Sprachen gedreht – immer mit einer Person, die den Beirat in ihrer oder seiner Landessprache vorstellt. „Vor allem Social Media wird bei dieser Wahl extrem wichtig“, sagt Jessica Stallmann, die den Videodreh mitverantwortete. Zu sehen sind die Kurzfilme auf Youtube, Facebook, Instagram oder via QR-Code.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 25.07.2020, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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