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Rettungshubschrauber bringt 18-Jährige in Klinik

-hw- RHEINE. Bei einem Absturz im ehemaligen Steinbruch Waldhügel ist eine 18-jährige Frau schwer verletzt worden. Gegen 20.45 Uhr wurde die Feuerwehr Rheine am Montagabend alarmiert, die mit hauptamtlichen Kräften und dem Freiwilligen Löschzug links der Ems ausrückte. Auch der Rettungshubschrauber Christoph Westfalen wurde alarmiert, da dieser im Gegensatz zum Christoph Europa 2 aus Rheine auch bei Dunkelheit fliegen kann. Der Rettungshubschrauber brachte die schwer verletzte und unterkühlte Frau in eine Klinik.

„Bei Eintreffen stellte sich heraus, dass eine Person über circa 35 bis 40 Meter einen Abhang hinabgestürzt war“, berichtete der stellvertretende Wehrführer und Einsatzleiter Jürgen Koch. Wie Polizeisprecher Johannes Tiltmann erklärte, habe die Frau mit ihrem 19-jährigen Begleiter offenbar eine Absperrung überquert und wollte sich an die Klippen setzen. Dabei kam es im unebenen Gelände zum Absturz. Aufgrund der Lage wurden die Fachkräfte der Höhenrettung der Werkfeuerwehr Dyckerhoff aus Lengerich angefordert.

Wegen des unwegsamen Geländes in dem ehemaligen Steinbruch und heutigen Naturschutzgebiet mussten die Rettungskräfte zu Fuß mehrere hundert Meter mit Gefälle und Steigung hinter sich bringen, um zu der Unglücksstelle zu gelangen. Dort konnten sie eine medizinische Erstversorgung vornehmen und die junge Frau aus dem Gefahrenbereich retten. Anschließend konnte diese durch die Notärzte versorgt werden. Zum Abtransport der Verletzten auf einer Trage fanden die Retter dann doch eine Route zu Fuß. Die Höhenrettung musste so nicht mehr tätig werden.

Die Feuerwehr Rheine war mit 20 Personen vor Ort, weitere zehn Einsatzkräfte kamen aus Lengerich. Rettungsdienst und Polizei waren ebenfalls mit rund zehn Personen vor Ort.

Reinhard Hundrup, Vorsitzender des Fördervereins Waldhügel, warnt angesichts dieses dramatischen Unfalls eindringlich davor, die Absperrungen am Waldhügel zu übertreten. „Es handelt sich hier um Kalkstein“, sagte er am Dienstag. „Sich hier in den abgesperrten Bereich zu begeben ist sehr leichtsinnig, da der Kalkstein sehr brüchig ist.“ Immer wieder müssten Mitglieder des Fördervereins Leute darauf hinweisen, die Absperrungen nicht zu übertreten.


Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 21.04.2021, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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