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Abschluss der städtischen Aktionswoche „Sauberes Rheine“

- RHEINE. Zum Abschluss der städtischen Aktionswoche „Sauberes Rheine“ waren Bürgerinnen und Bürger am Samstag dazu aufgerufen, im gesamten Stadtgebiet achtlos weggeworfenen Müll und Unrat zu beseitigen. Eingeladen waren neben Privatpersonen auch Kindergärten, Schulen und Vereine, um durch zahlreiche Beteiligung Rheine ein Stück sauberer zu machen. Ursprünglich für März angesetzt, wurde die Aktion dieses Jahr in den Herbst verlegt. Die Stadt Rheine übernahm dabei die Koordination der einzelnen Gruppen und organisierte neben der notwendigen Ausstattung auch Container zur kostenfreien Entsorgung.

Auch die Feuerwehr Rheine beteiligte sich wieder an der Aktion. Sie war am Samstagmorgen mit Booten und einem Taucher auf der Ems zwischen Dionysbrücke und Nepomukbrücke aktiv. Jede Menge Schrott kam an den Tag. Schon nach 30 Minuten lagen ein verrostetes Fahrrad, ein Drahtkorb und eine Kuhtränke auf  dem Bootsanleger zwischen Dionys- und Nepomukbrücke.

Zum wiederholten Mal engagierte sich auch der Förderverein Waldhügel. Über 20 Vereinsmitglieder und Naturfreunde trafen sich am Samstagmorgen um neun Uhr am Wanderparkplatz an der Catenhorner Straße, wo die Stadt einen Container bereitgestellt hatte. Damit seien doppelt so viele Helfer wie erwartet erschienen, freute sich der Vereinsvorsitzende Reinhard Hundrup über die zahlreichen Unterstützer. Ziel war es, neben der Befreiung des Naturschutzgebiets von Müll, das Bewusstsein für den Umweltschutz zu fördern. „Denn in einem sauberen Gebiet werfen die Menschen auch weniger weg. Niemand will der erste sein“, weiß Vereinsmitglied Christoph Zellerhoff.

In kleinen Gruppen durchkämmten die Vereinsmitglieder den Wald. Das Engagement ist nicht nur auf den diesjährigen Aktionstag beschränkt. Regelmäßig suche man das Waldhügel-Gebiet nach Müll ab, so Zellerhoff. Dabei erhalte man in Form von Pfandflaschen sogar eine kleine Entlohnung. Neben weggeworfenen Kaffeebechern und Fastfood-Verpackungen stellten insbesondere Sperrmüll und Grünabfall eine Gefahr für den Waldhügel dar. Viele Leute würden sich nichts dabei denken, Kompost und Pflanzenerde im Wald abzuladen. „Doch durch Grünabfall gelangen neue, unbekannte Pflanzen an diesen Ort und bedrohen das hiesige Ökosystem“, so Hundrup. Gerade in der Coronazeit sei es zu einer vermehrten Verschmutzung des Gebiets gekommen. Insgesamt betrachtet seien die Menschen in den letzten Jahren aber umsichtiger geworden, die Aufräum-Aktionen zeigten also Wirkung.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 04.10.2021, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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