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-yb/mas- RHEINE. Applaus, Applaus! „Grandios!“ „Fantastisch!“ Die erwachsenen Zuschauer klatschten begeistert. Und die Erstklässler der Kardinal-von-Galen-Schule kringelte sich bei jedem Pups des Drachen vor Lachen auf dem Boden. Das Eltern-Theater, eine jahrzehntelange Tradition an der Schule im Stadtteil Dutum, lieferte mal wieder eine Bühnenshow, bei dem für die zuschauenden Kinder sowie bei Eltern, Omas und Verwandte kaum ein Auge trocken blieb.

Bereits am vergangenen Freitag haben die Schülerinnen und Schüler der Kardinal-von-Galen-Grundschule gejubelt. Und am Samstag stimmten die Besucher bei der zweiten Vorstellung in diesen Jubelchor ein.

Kein Wunder. Wann erlebt man schon mal einen Papa, der in Frauenkleidern eine liebliche Fee spielt. Oder einen Papa, der es wagt, vor gut 200 Kindern ganz laut … na ja, … zu pupsen. Musste er ja, schließlich war er in die Rolle des bösen Drachen geschlüpft, der mit Drachenfürzen einen Zaubertrank zu würzen hatte. Und natürlich hat die Tontechnik für richtig Schmackes bei den Drachenblähungen gesorgt. Nach dem ersten Pups suchten die Erstklässler jedenfalls immer wieder Deckung, wenn der Drache sich anschickte, seine Winde fahren zu lassen.

„Die nörgelnden Prinzessinnen“ hieß das Stück, das die Eltern nach der Pandemie-Pause auf die Bühne in der KvG-Trunhalle gebracht haben. Im Mittelpunkt stehen die Töchter des Königs, fröhliche Mädchen. Aber die missgünstigen Zauberer machen aus ihnen mittels eines Zaubertrankes aus Drachfürzen, Spinnenbeinen und Kräuterschleim unzufriedenen Mädels, die fortan nur noch echt schlecht drauf sind. Rettung ist gefragt. Der König sucht Helden, die seine Töchter von dem Zauberfluch befreien. Schulleiter Christoph Könen meldet sich, fällt aber durch. Er sei „weder schön genug, noch stark und klug genug“ für die Aufgabe. Und auch, weil er als Waffe nur ein Schälmesser anbieten kann, zweifelt der König massiv an seiner Tauglichkeit.

Letztlich ist es ein kleines Waisen-Mädchen, dass die Töchter vom Zauberfluch befreit. Statt ein Stück vom Königreich des Königs wünscht es sich einfach nur „ein Stück Heimat“ – und wird daher vom König uns seiner jetzt wieder glücklichen Familie aufgenommen.

Michaela Gausler und Simone Reute, zwei Mütter, die mit auf der Bühne standen, sind froh, dass nach Pandemiepause endlich mal wieder die Chance bestand, die gute Elterntheater-Tradition an der KvG fortzuführen. Beiden dankten dem Förderverein der Schule, ohne dessen Unterstützung so ein Programm kaum möglich ist.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 10.05.2022, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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