RHEINE. Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Dionysius hat am Montagabend durch einstimmige Entscheidungen alles Erforderliche beschlossen, damit sowohl der Kita-Neubau als auch der Neubau des Gemeindehauses an der Elisabeth-Kirche im kommenden Jahr beginnen können. Das teilt der leitende Pfarrer Thomas Lemanski in einer Pressemeldung mit.

Vorangegangen waren jahrelange Vorbereitungen, die sich einerseits durch Corona-Einschränkungen als auch durch die massiven Preisentwicklungen in den vergangenen Jahren ungeplant verlängert hatten. „Zuletzt galt es, mit diesen Steigerungen in der Kostenprognose umzugehen“, sagte Lemanski als Vorsitzender des Kirchenvorstandes St. Dionysius. „Gott sei Dank haben sich Haupt- und vor allem Ehrenamtliche der Pfarrei nicht beirren lassen, sondern enorm dafür gearbeitet, das jetzige Ergebnis zu erreichen.“ Derzeit seien alle großen Bauvorhaben im Bistum gestoppt. Der Pfarrei in Rheine kam allerdings zugute, dass das alte Maximilian-Kolbe-Haus bereits abgerissen war und so der Neubau vom Bistum priorisiert wurde. Bei der Kita hatten sowohl Stadt als auch Bistum zu gleichen Teilen Zuschüsse zu den Mehrkosten zugesagt und auch die Pfarrei setzt für den Neubau Zweckrücklagen aus dem Kita-Haushalt ein, damit die Kirche dazu beitragen kann, die städtische Aufgabe zur Vorhaltung ausreichender Kita-Plätze zu erfüllen.

Für die Sicherung der Bezahlung des Gemeindehauses hat das Bistum Münster noch einmal finanzielle Hilfe mit Kirchensteuergeldern geleistet, sodass auch hier mit einem zusätzlichen Beitrag aus der Substanzrücklage der Pfarrei im ersten Quartal 2023 die Ausschreibungen für die verschiedenen Baugewerke erfolgen können. „Wir gehen davon aus, dass die Baukosten sich im kommenden Jahr wieder auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, jedoch müssen wir vor Baubeginn ja klar haben, dass wir auch beim bisherigen Preisniveau den Bau fertigstellen können“, erläuterte Lemanski die „kaufmännische Vorsicht“, mit der der Kirchenvorstand beide Großprojekte abgesichert hat. „Zudem kann es bei gleichzeitigen Ausschreibungen für Kita und Gemeindehaus auch zu Kostensynergien kommen.“

Beide Projekte sind Bestandteil einer kirchlichen und kommunalen Entwicklung des Quartiers rund um die Elisabeth-Kirche. Mit der „guten Botschaft“ aus dieser Woche hoffen die Verantwortlichen der Pfarrei nun mit einer guten Zuversicht in das neue Jahr zu starten. Eine Gemeindeversammlung wird innerhalb des ersten Quartals 2023 dann über Einzelheiten wie etwa den Bauzeitenplan informieren.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 08.12.2022, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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