Untere Naturschutzbehörde des Kreises spricht nach einer Initiative des Fördervereins Waldhügel Verbot aus
 

-mas- RHEINE. Kommando zurück: Das Böllern im Naturschutzgebiet Waldhügel ist nicht nur „unerwünscht“ – es ist auch verboten. Darauf weist die „Untere Naturschutzbehörde“ des Kreises Steinfurt nach einer Initiative des Fördervereins Waldhügel hin. Entgegen der bisherigen Rechtsauffassung bestätigt auch die Stadt Rheine dieses „Böllerverbot“ im Naturschutzgebiet Waldhügel.

In Sachen Naturschutz nimmt es der Förderverein Waldhügel genau – und hakt dann auch noch mal nach, wenn es um den Schutz von Tieren und Umwelt im Naturschutzgebiet Waldhügel geht. Zuletzt stand das Thema „Böllern“ in Naturschutzgebieten auf der Tagesordnung. Der Förderverein Waldhügel setzte sich in einem Schreiben an die Stadt Rheine dafür ein, dass die Stadt Rheine ein Böllerverbot im Naturschutzgebiet Waldhügel aussprechen möge.

Die Stadt hat geprüft — und kam zunächst zu der Auffassung, dass es keine Handhabe für ein Verbot gebe, bat aber Bürgerinnen und Bürger darum, in der Silvesternacht Rücksicht auf Tiere und Umwelt in den Naturschutzgebieten zu nehmen (unser Medienhaus berichtete).

Reinhard Hundrup, Vorsitzender des Fördervereins Waldhügel, wollte es genau wissen. Auf seine Initiative haben sich Fachleute bei der Unteren Naturschutzbehörde noch einmal intensiv mit dem Thema beschäftigt. Ergebnis: Das Stören von Tieren, insbesondere durch Lärm, ist in Naturschutzgebieten generell verboten. Hieraus ergibt sich nach Auffassung der Naturschutzbehörde, dass Feuerwerk in den Schutzgebieten aufgrund der Störwirkung nicht gestattet ist.

Selbst der Hinweis, dass Böllern zur Silvester Brauchtum und Tradition sei, ziehe rechtlich nicht: „Naturschutzgebiete sind eben in der Regel nicht traditionell Orte für das Abfeuern von Feuerwerken“, zitiert Reinhard Hundrup aus der Stellungnahme des Kreises.

„Wir bestätigen diese Rechtsauffassung. Auch zu Silvester ist das Böllern im Naturschutzgebiet Waldhügel verboten“, sagte Stadtsprecher Frank de Groot-Dirks auf Anfrage der MV.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 31.12.2022, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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