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Rückenwind für das „Europa-Viertel“

Förderbescheid über fast 20 Millionen Euro für öffentlich geförderten Wohnraum

 RHEINE. Die Stadt Rheine bekommt fast 20 Millionen Euro vom Land NRW für öffentlich geförderten Wohnraum im „Europa-Viertel“. Landrat Martin Sommer überreichte jetzt den Förderbescheid an Christoph Büscher, Geschäftsführer der investierenden Firma Büscher. Die Mittel fließen in den Bau einer Wohnanlage mit insgesamt 128 Mietwohnungen. 91 der Wohnungen werden öffentlich gefördert und stehen zukünftig als qualitätsvoller, bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung. Das ist laut Pressemitteilung des Kreises Steinfurt „die höchste, jemals durch den Kreis Steinfurt zugewiesene Einzelmaßnahme“, hieß es am Mittwoch.

Bei der Förderbescheidübergabe mit Bürgermeister Peter Lüttmann, Kreis-Baudezernent Carsten Rehers, Vertretern der Firma Büscher sowie Mitarbeitern des Kreisbauamtes und der Stadt Rheine erläuterte Landrat Sommer die Bedeutung der öffentlichen Wohnraumförderung: „Die Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen sind hier bestens angelegt. Die geplante Wohnanlage bietet genau das, was in Deutschland aktuell oft fehlt: bezahlbarer, mietpreisgebundener und qualitätsvoller Wohnraum für alle Generationen.“ Baudezernent Carsten Rehers betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Die Akquise der Mittel ist an zahlreiche Voraussetzungen gebunden, die dank eines guten Austauschs zwischen dem Kreisbauamt, der Stadt Rheine und dem Investor erfüllt wurden. Dafür möchte ich mich im Namen des Kreises ausdrücklich bedanken!“

Der Kreis Steinfurt gehört bei der Bewilligung von Mitteln für öffentlich geförderten, bezahlbaren Wohnraum nach eigenen Angaben seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Regionen in NRW. Im vergangenen Jahr habe die Summe der vom Land NRW bereitgestellten und durch den Kreis Steinfurt bewilligten Fördermittel bei insgesamt mehr als 100 Millionen Euro gelegen.

Auch aus Sicht der Stadt Rheine ist die Entwicklung des Europa-Viertels am Waldhügel ein „großer Erfolg für die gesamtstädtische Wohnraumentwicklung“. Die Konversion der ehemaligen militärischen Flächen habe sich als „städtebaulicher Glücksfall“ erwiesen. Bereits auf dem Gelände der ehemaligen General-Wever-Kaserne mit rund 30 Hektar Fläche konnte das Ziel, etwa 600 Wohneinheiten zu realisieren, vollständig erreicht werden. Die bereits 2016 formulierte Zielsetzung, schnell möglichst preisgünstiges Bauland insbesondere für Familien zu schaffen, wurde – auch dank der Wohnraumförderung und der Unterstützung des Kreises Steinfurt – vollumfänglich umgesetzt.

Mit dem Europa-Viertel am Waldhügel auf dem ehemaligen Damloup-Areal werde dieser Weg konsequent fortgesetzt. Auf rund 10,5 Hektar entstehen ebenfalls etwa 600 Wohneinheiten in integrierter urbaner Lage. Das gesamte Quartier ist klar auf das Thema Wohnen ausgerichtet; das nun geförderte Teilprojekt der Firma Büscher fügt sich dabei in das Gesamtkonzept ein.

„Die Stadt Rheine sieht sich durch die aktuellen Zahlen bestätigt“, sagte Mark Dieckmann, Beigeordneter für Planen und Bauen. Die Zielmarken des Wohnraumversorgungskonzepts von 2021 werde bereits nach vier Jahren weitestgehend erreicht – sowohl insgesamt als auch im Bereich der öffentlich geförderten Wohnungen. „Gerade vor dem Hintergrund hoher Genehmigungszahlen, aber weiterhin geringer Umsetzungsquoten im nicht geförderten Wohnungsbau, sind Projekte wie dieses von besonderer Bedeutung“, wird Dieckmann weiter zitiert.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 29.01.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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