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Karneval, Flamenco, „Sturm-frei“ und ganz viel „¡Vamos!“

Erasmus-Austausch: Schülerinnen und Schüler des Emsland-Gymnasiums für einige Tage zu Gast in spanischer Stadt Mataró / Gegenbesuch Anfang März

RHEINE. Im Februar hob eine Gruppe von zehn motivierten Spanisch-Schülerinnen und -Schülern des Emsland-Gymnasiums Richtung Katalonien ab – und kam eine Woche später mit Sonne im Herzen, neuen Freundschaften im Gepäck und deutlich gewachsenem Sprachmut zurück. Ziel der Reise war die spanische Partnerschule in Mataró, eine Stadt im nord-östlichen Spanien, nahe der Großstadt Barcelona.

Der Montag begann bereits herzlich: Auf der Tagesordnung stand neben einer Begrüßung an der Schule und Kennenlernspielen auch ein gemeinsames Frühstück. Erste Ideen für die Karnevals-Choreografie wurden gesammelt, Kostümpläne geschmiedet und die Umgebung per digitaler Rallye erkundet. Schnell wurde klar: Diese deutsch-spanische Gruppe funktionierte.

Kreativ und nachhaltig wurde es am zweiten Tag: Aus alten Materialien fertigten die Schülerinnen und Schüler neue Kostüme, Logos wurden entworfen und Videos über Karneval in Deutschland und Spanien erstellt. Natürlich durfte auch das Kennenlernen spanischer Spezialitäten nicht fehlen: Churros wurden probiert.

Der Mittwoch führte die Gruppe nach Barcelona. Dort stand der Besuch der beeindruckenden Sagrada Família auf dem Programm – für viele ein völlig neues architektonisches Erlebnis. Am Nachmittag wurde es dann rhythmisch: In einem Flamenco-Workshop schwangen die Jugendlichen selbst das Tanzbein. Anfangs noch vorsichtig, dann immer mutiger wagten sie sich an Schritte, Klatschrhythmen und Drehungen – eine Erfahrung, die nicht nur Koordination, sondern auch Selbstvertrauen forderte.

Und dann kam der Donnerstag – völlig unerwartet mit „sturmfrei“ im wahrsten Sinne des Wortes. Während man in Deutschland eher „Schneefrei“ kennt und in Spanien vielleicht „Hitzefrei“ erwartet hätte, sorgte ein Sturm für einen schulfreien Tag. Lange ausschlafen, Zeit mit den Gastfamilien, Spiele zuhause – niemand hatte etwas dagegen.

Am Freitag wurde es noch einmal spannend: Die Kostüme wurden vervollständigt, die Choreografie perfektioniert. In der Sporthalle präsentierten alle Klassen ihre Beiträge zum Thema „Tiere“. Die spanisch-katalanisch-deutsche Erasmus-Gruppe machte dabei eine hervorragende Figur: kreativ, engagiert und mit sichtlicher Freude. Der tosende Applaus sprach für sich.

Auch außerhalb des offiziellen Programms hieß es für die Gruppe: „¡Vamos!“ (Spanisch für „Los geht’s“). Treffpunkt für nahezu alle Freizeitaktionen war der angesagte Imbiss „Frankfurters“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Von dort ging es oft weiter an den Strand. Anfang Februar Volleyball bei Sonnenschein? In Mataró offenbar kein Problem.

Der Samstag – der letzte freie Tag – wurde intensiv genutzt: Shopping in Mataró, ein weiterer Besuch in Barcelona, ein Treffen am Strand und am Abend ein gemeinsames Essen. Außerdem ließen sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Austauschpartnern den farbenfrohen Straßenkarneval in Mataró nicht entgehen und feierten zum Abschluss noch einmal ausgelassen zusammen.

Der Abschied fiel vielen dann auch sichtlich schwer – nicht ohne Tränen, denn in nur einer Woche waren aus Austauschpartnern neue Freunde und für manche sogar eine zweite Familie geworden. Die Traurigkeit währte jedoch nicht lange: Der Gegenbesuch der Spanier steht bereits Anfang März an.

Und eines ist sicher: Diese Erasmus-Woche hat nicht nur Kultur erlebbar gemacht, sondern vor allem gezeigt, wie schnell aus Begegnung echte Verbundenheit entstehen kann.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 04.03.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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