Jonte Puschmann siegt mit Velopropter
RHEINE. Toller Erfolg für Jonte Puschmann vom Berufskolleg Rheine: Beim 61. Bundeswettbewerb von Jugend forscht ist der 16-Jährige in der Kategorie Technik mit seinem optimierten „Velopropter“ Landessieger geworden.
Zusammen mit 14 weiteren MINT-Talenten aus Nordrhein-Westfalen hatte sich Puschmann qualifiziert. Die Auszeichnung fand am Donnerstag in Bochum statt.
Wie berichtet, war Puschmann mit seinem Velopropter an den Start gegangen. Das zweirädrige Fahrzeug ohne Fahrer stabilisiert sich eigenständig: Es wird allein durch den gezielt gesteuerten Schub zweier Propeller im Gleichgewicht gehalten. Mittels Steuerung über das Smartphone wird das Gestell zum Gefährt und kann sich durch leichtes Neigen fortbewegen und lenken. An fast jedem Schultag seit November hatte Puschmann im Projektlabor am Velopropter gearbeitet. Egal, wie stark man das Konstrukt schubst, es fällt nur mit enormem Kraftaufwand um. „Ich bin zuversichtlich und werde der Jury jede Frage beantworten können“, sagte der junge Tüftler ganz entspannt im Vorfeld des Wettbewerbs im Gespräch mit unserem Medienhaus. Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht und Schaeffler als Bundespatenunternehmen.
Weitere Sieger :
Einen weiteren Landessieg in Technik erhielt Tim Justus Löffler (18) vom Gymnasium Essen-Werden. Er entwickelte ein kostengünstiges, einfach nutzbares 3-D-Tracking-System, das die genaue Positionsbestimmung von Personen oder Objekten in Innenräumen ermöglicht und etwa zur automatischen Steuerung von Bühnenlicht eingesetzt werden kann.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Rezan Aaron Yalcin (14) vom Städtischen Gymnasium Rheinbach. Er programmierte eine digitale Plattform, über die Jugendliche ab 14 Jahren, transparent und moderiert vermittelt, Gelegenheitsjobs von lokalen Anbietern finden können.
Ebenfalls in Arbeitswelt siegten Henry Theo Wittkop (17), Maximiliane Falke (18) und Moritz Vogt (17) vom Gymnasium Holthausen in Hattingen. Sie entwickelten eine App, die Schülerinnen und Schüler unterstützt, einen kritischen und datenschutzbewussten Umgang mit KI zu erlernen.
Den Biologie-Landessieg errangen Annelie Sunkomat (18) und Noah Mannino (20) von der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl. Sie befassten sich mit der Schwarmintelligenz bestimmter Ameisenarten.
Oliver Westdickenberg (17) vom Städtischen Einhard-Gymnasium Aachen überzeugte im Fachgebiet Chemie. Er modifizierte das Schmerzmittel Ibuprofen so, dass der Wirkstoff erst im Blut freigesetzt wird.
Matti Pardon (17), Elisa Diedrich (17) und Ida Lemkau (18) vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster siegten in Geo- und Raumwissenschaften. Sie untersuchten das Doppelsternsystem Mizar A und zeigten, dass sich die genutzte Spektrographie-Methode für die Analyse weiterer Doppelsternsysteme eignet.
Victor Gurbani (17) von der Deutschen Schule Madrid setzte sich im Fachgebiet Mathematik/Informatik durch. Er verglich klassische Klavierstücke und konnte musikalische Merkmale wie Harmonie, Melodie und Rhythmus auf innovative Weise dreidimensional visualisieren.
Welche physikalischen Faktoren die Laufzeit einer Sanduhr bestimmen, erforschte Tim Kammel (18) vom Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo.
Ebenfalls im Fachgebiet Physik siegte Qingyan Li (18) vom Gymnasium am Moltkeplatz in Krefeld, der ein komplexes, nichtlineares Phänomen erforschte.
Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 21.03.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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