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Mitgliederversammlung des Wohnungsvereins: Geringe Leerstandsquote bei rund 2300 Wohnungen in Rheine

Zufrieden im umkämpften Markt

HEINE. Wohin man schaute, waren nur erfreute Gesichter zu sehen. Die Mitgliederversammlung des Wohnungsvereins Rheine am Dienstag stellte einmal mehr alle Beteiligten zufrieden. Der Jahresabschluss enthielt positive Zahlen. Bei den aktuellen Neubauprojekten geht es gut voran. Die Sanierungen werden fortgesetzt. Für den Herbst ist die übliche Dividende von zwei Prozent geplant.

Ludger Hellkuhl hatte als Vorstandsvorsitzender in seinem Bericht an die etwa 70 Genossenschaftsmitglieder viele positive Nachrichten zu vermelden. „Der Markt ist weiterhin sehr umkämpft“, betonte er, unterstrich aber gleichzeitig die gute Entwicklung des Wohnungsvereins in den vergangenen zwölf Monaten. Das hänge auch damit zusammen, dass die eigenen Handwerker oft innerhalb weniger Stunden Reparaturen in den etwa 2300 betreuten Wohnungen im Stadtgebiet durchführen könnten. „Unsere Mieter sind zufrieden, weil die Wohnungen in Schuss sind“, freute sich Hellkuhl. Deswegen seien die Leerstandsquote (2,2 Prozent) und die Fluktuationsquote (sieben bis acht Prozent) in etwa gleich geblieben. „Es ist gut, dass wir einen eigenen Servicebetrieb haben“, hob der Vorsitzende hervor. Seine ursprünglichen Bedenken dagegen habe er inzwischen ad acta gelegt.

Bei Schnittchen und Kaltgetränken ließen sich die Anwesenden über die aktuellen Rahmenbedingungen im Bau- und Immobiliensektor informieren. Hellkuhl führte an, dass die Baukosten für Neubauten in den verangenen Jahren um fast 40 Prozent gestiegen seien. „Davon sind wir genauso betroffen wie alle anderen im Baubereich“, bedauerte er. Der Wohnungsverein sei jedoch besser für schwierige Zeiten gerüstet als andere Wohnungsbaugesellschaften. Wie im vergangenen Jahr angekündigt, setze die Genossenschaft zwei Vorhaben gleichzeitig fort: Einerseits werde der Wohnungsbestand weiter ausgebaut (jetzt auch in Neuenkirchen), andererseits schritten die Sanierungen der Alt-Bestände mit großen Schritten voran. Hellkuhl verwies hier beispielsweise auf die Häuser an Sandkötters Hof und am Langobardenring. Die Instandhaltungsinvestitionen lägen bei 4,2 Millionen Euro (2025). Der ebenfalls im Jahr 2025 avisierte Bau von „energieautarken Wohnungen“ an der Cäcilienstraße werde sich allerdings verzögern. Der Grund dafür liege aber bei Rat und Verwaltung der Stadt Rheine, die die Verabschiedung des notwendigen Bebauungsplans verschoben hätten.

Bei einer Bilanzsumme von 131 Millionen Euro erhöhte sich der Jahresüberschuss bei 1,99 Millionen Euro. Er liege damit höher als im vergangenen Jahr, berichtete der Vorstandsvorsitzende.

Beim Vorzeigeprojekt am Elisabeth-Kirmesplatz würden gegenwärtig die letzten Wohnungen fertig gestellt, hieß es weiter im Vorstandsbericht. Ludger Hellkuhl verhehlte seinen Stolz über das erfolgreiche Umsetzen der Pläne nicht. „Fast hätten wir sogar dafür den Bauherrenpreis NRW bekommen“, freute er sich. Der Wohnungsverein Rheine sei unter den letzten 30 Nominierten gewesen, dann aber doch leer ausgegangen. Hellkuhl: „Wir können trotzdem stolz sein!“ Lediglich fünf der ursprünglich 176 angemeldeten Vorhaben seien in Berlin prämiert worden.

Wie schon bei den Beschlüssen über den Jahresabschluss 2025 und die Verwendungen des Bilanzgewinns, wurden Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlastet. Die Wahlen zum Aufsichtsrat verliefen ebenfalls zügig und komplikationslos. Britta Niehues, die Aufsichtsratsvorsitzende, und Birgit Scherder wurden erneut einstimmig in das Aufsichtsgremium gewählt.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 09.07.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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