Viel Lob für klimaangepasstes Baugebiet
RHEINE. Die Technischen Betriebe Rheine (TBR) sind in die Endauswahl für den Hochwasservorsorgepreis gekommen. Den ersten Platz verpasste Rheine dabei nach eigenen Angaben nur knapp. Mit dem Preis werden Kommunen für innovative Maßnahmen zum Hochwasserschutz gewürdigt, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Die TBR hätten sich konkret mit dem Projekt „Europaviertel am Waldhügel“ für diesen Preis beworben.
Hochwasser stelle für viele Kommunen eine wachsende Bedrohung dar – das sei in diesem Jahr deutschlandweit erneut durch verheerende Überflutungen deutlich geworden. Der „Hochwasservorsorgepreis 2025“ wurde ins Leben gerufen, um Kommunen für innovative Maßnahmen zum Hochwasserschutz zu würdigen. „Das Projekt wurde von der Jury für seine innovative Planung und insbesondere die präventive Starkregenvorsorge gelobt“, heißt es. Schon die Endauswahl ist laut TBR-Leiter Jochen Vennekötter „eine große Anerkennung für unser Projekt“, wie er sagte. „Wir sind stolz darauf, dass das Europaviertel als zukunftsweisendes Modell für klimaresiliente Stadtentwicklung gewürdigt wurde.“
Das Europaviertel am Waldhügel versteht sich nach Angaben der Stadt als modernes, klimaangepasstes Stadtquartier, das auf die Prinzipien der Schwammstadt setzt. Hier wird Regenwasser lokal aufgenommen, gespeichert, verdunstet oder verzögert abgeleitet, um das Quartier gegen Starkregenereignisse und Überschwemmungen zu wappnen. „Damit wird nicht nur das städtische Kanalsystem entlastet, sondern auch eine nachhaltige und widerstandsfähige Stadtentwicklung gefördert“, heißt es in der Beschreibung.
Das Projekt überzeuge durch die Kombination von urbaner Umgestaltung, ökologischer Verantwortung und innovativen Technologien. „Es ist ein Beispiel für die zukunftsorientierte Planung in Zeiten des Klimawandels“, schreibt die Stadt.
Obwohl Rheine den ersten Platz bei der finalen Vergabe nur knapp verfehlte, wird der Hochwasservorsorgepreis als eine bedeutende fachliche Anerkennung des Projekts gewertet. Die Technischen Betriebe Rheine sehen dies als eine Bestätigung, dass ihre Strategie zur Starkregenvorsorge den richtigen Weg weist.
Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts beginnt ab Montag, 19. Januar, die Herstellung einer Vorflut zur Ableitung von Niederschlagswasser – ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Entwässerungssysteme und zur Sicherstellung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Während der Arbeiten wird die Hafenbahn von der Karolinenstraße bis zur Pappelstraße voraussichtlich bis zum Ende der Bauphase vollständig gesperrt. Dies betrifft also auch die Bahnunterführung. Der südliche Gehweg bleibt für Fußgänger passierbar. Die Zufahrt zur Karolinenstraße bleibt über die Hafenbahn geöffnet. Für Anwohner der Hedwigstraße wird die Zufahrt über das Werksgelände des Markts „Bauen + Leben“ ermöglicht, um die Erreichbarkeit ihrer Wohngebäude sicherzustellen.
Die Sperrung wird in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Rheine durchgeführt, um Rettungseinsätze und Notfallmaßnahme zu gewährleisten. Die Abfalltonnen werden wie gewohnt im regelmäßigen Turnus abgeholt.
Die Bauarbeiten seien notwendig, um die städtische Infrastruktur für zukünftige Herausforderungen im Bereich der Niederschlagswasserbewirtschaftung zu optimieren und die Entwicklung des „Europaviertels“ zukunftssicher zu gestalten. Die Stadt Rheine und die beteiligten Bauunternehmen bitten die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis.
Quelle: Münsterländische Volkszeitung, 07.01.2026, © Altmeppen Verlag GmbH & Co. KG ,
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